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Predigtserie

Aktuell

Predigtserie, Markusevangelium

Das Markusevangelium
Verwandelt durch Jesus Christus
Eine Predigtreihe mit Vertiefung in Kleingruppen

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Im zweiten Buch Mose (AT) werden wir mit dem Thema Erlösung vertraut gemacht. Gott handelte machtvoll für sein versklavtes Volk. Er führte es aus Ägypten, durch das Rote Meer, an den Sinai. Dort nahm Er seine Erlösten in eine verbindliche Gemeinschaft mit Ihm auf. So grossartig wie dies alles sein mag, es war letztlich nur Vorbereitung auf das Kommende, das Bessere, die Wirklichkeit.
Das Markus-Evangelium zeigt uns nun die abschliessende Verwirklichung der Erlösung. Gott
handelte nicht nur durch gewaltige Ereignisse ''von oben herab'' wie in Ägypten. In seiner grossen Liebe kam Er selber zu uns. Er stellte sich unter unsere Not, nahm sich der Elendesten an und wurde unser Stellvertreter, der am Kreuz die Strafe für unsere Sünden erlitt. So führt uns dieses Evangelium von den Prinzipien der Erlösung in die unmittelbare Nähe dieses Erlöser-Gottes, zu seiner Person, zum Pulsschlag seiner unbegreiflichen Liebe.

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Einführung

Der Verfasser des Markus-Evangeliums

Die schriftlichen Überlieferungen der christlichen Gemeinde der ersten Jahrhunderte, bezeichnen Markus, der auch den Zunamen Johannes trug, als Verfasser dieses Evangeliums. Markus war sein lateinischer und Johannes sein jüdischer Name. Er war der Sohn einer gewissen Maria. Ihr Haus diente der Urgemeinde als Versammlungsort (Apg 12,12). Markus war ein Neffe des Barnabas (Kol 4,10), und von Geburt wahrscheinlich wie jener ein Levit.

Barnabas und Paulus reisten nach Jerusalem. Sie brachten eine gesammelte Geldgabe der Gemeinde von Antiochien dorthin und nahmen auf dem Rückweg den Markus mit (Apg 11,29-30; 12,25). Er begleitete sie dann auf ihrer ersten Missionsreise. Als die Missionare von Paphos (Cypern) nach Perge (Pamphylien) übersetzten, trennte er sich von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück (Apg 13,5.13). Sein Versagen führte dazu, dass sich Paulus und Barnabas für einige Zeit trennten (Apg 15,37). Später finden wir Markus wieder unter den Mitarbeitern des Paulus (Phim 24; Kol 4,10).

In
2Tim 4,11 finden wir einen letzten Hinweis auf die Beziehungen zwischen Paulus und
Markus. Paulus bittet Timotheus, Markus nach Rom mitzubringen,
''denn er ist mir sehr nützlich
zum Dienst.''
Wenn Markus dieser Aufforderung gefolgt ist, kam er etwa im Jahr 63/64 nach Rom. Wahrscheinlich war er zwischen der ersten und zweiten Gefangenschaft des Paulus ein enger Mitarbeiter des Petrus.

Markus war kein direkter Jünger Jesu gewesen und deshalb kein Augenzeuge der meisten Berichte, die er aufgeschrieben hatte. Sein reiches Wissen bekam er aus dem persönlichen Zeugnis des Petrus, dessen geistiger Sohn und engster Mitarbeiter er war. Er war auch dabei, als dieser seinen 1. Brief (sehr wahrscheinlich von Rom aus) schrieb (1Petr 5,13).

Es werden viele ausführliche Einzelheiten so berichtet, wie sie nur ein Augenzeuge weitergeben
kann. Dazu enthält Markus gewisse Stellen, die sich besonders auf Petrus beziehen (
1,16.29.36; 3,16; 8,28-29; 9,5-6; 10,28; 11,21; 13,3; 14,29; 16,7).

  • Es fällt auf, dass Begebenheiten, bei denen Petrus besonders gelobt wurde, weggelassen werden (vergleichen Sie 6,50-52 mit Mat 14,27-33; 8,27-30 mit Mt 16,13-20; 14,30.31.66-72 mit Mat 26, 69-75). Andererseits werden seine Fehler stärker hervorgehoben.
  • Der Charakter des Petrus zeigt sich in seinem Beeindruckt-sein von den Taten Jesu. Petrus war vor allem ein Mann der Tat. Diese und auch viele geschichtliche Hinweise bestätigen folgende Schlussfolgerungen:
  • Das Markus-Evangelium ist eine Aufzeichnung des von Petrus gepredigten Evangeliums.
  • Der Ort der Abfassung ist Rom.
  • Der Zeitpunkt der Abfassung ist gegen das Lebensende des Petrus, oder sofort nach seinem Tod anzusetzen. Ist Petrus wirklich ein Opfer der Verfolgung unter Nero geworden, muss die Abfassung um 63 oder 64 n.Chr. stattgefunden haben, auf alle Fälle aber vor dem Jahr 70, da die Zerstörung Jerusalems nicht erwähnt wird.


Die Empfänger des Markus-Evangeliums

Wahrscheinlich hat Markus dieses Evangelium für die Christen in Rom geschrieben, solchen
Lesern, die mit den jüdischen Bräuchen und Sitten nicht vertraut waren. Deshalb werden diese
erklärt.
Hier einige Hinweise dazu:

  • Ausser einer einzigen werden sonst keine Prophezeiungen aufgeführt (1,2-3)
  • Es werden nur spärlich Zitate aus dem AT verwendet. Den Heiden war das AT nicht geläufig.
  • Keine Geschlechtsregister. Solche hatten für die Nicht-Juden keine Bedeutung.
  • Aramäische Wörter werden erklärt (z.B. 3,17; 5,41; 7,34; 14,36; 15,22.34)
  • Jüdischer Bräuche und geographische Angaben, die den Römern nicht bekannt waren, werden erklärt (7,2-3; 14,12; 15,42; 1,9; 11,1).
  • Markus benutzt lateinische Ausdrücke, z.B. Legion (5,9-15), und lateinische Namen, z.B. Rufus (15,21) und auch Markus selbst.


Über den Zweck und das Ziel des Markus-Evangeliums

Schon mit der ersten Zeile führt uns Markus zum Zentrum seiner Botschaft: "Anfang des
Evangeliums, der Frohen Botschaft von Jesus Christus, dem Sohn Gottes."
Er hebt die göttliche
Herrlichkeit und Grösse der Person Jesu Christi hervor, er zeigt uns den handelnden Christus, der sich durch seine Taten als bevollmächtigten Diener Gottes erweist.

''Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele (Mk.10,45).''


Es macht Markus Freude, die Begebenheiten von Jesus in volkstümlicher Weise zu schildern. Er spart nicht mit charakteristischen Einzelheiten. Sein Hauptinteresse richtet sich auf die Taten Jesu, auf das Wirken der Macht Gottes.


Einige Spezialitäten des Markus-Evangeliums

  • Markus war kein direkter Jünger Jesu gewesen, sondern Begleiter des Petrus in Rom.
  • Er schrieb an römische Menschen, dies erklärt einige Besonderheiten in Markus.
  • Markus beschreibt die erhabene Macht des Gottessohnes, der kam um zu dienen.
  • Er zieht die Thematik der Chronologie vor.
  • Das Buch ist voller Handlung. Typisches Wort: "alsbald" (41 mal!).
  • Im Vergleich mit den andern Evangelien enthält das Markus-Evangelium verhältnismässig viele Taten, aber wenig Reden und Gleichnisse.
  • Beachten Sie die kurzen, lebendigen und einprägsamen Berichte über die Wunder Jesu.


















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